Vorstandsneuwahlen und GfP-Kongress 2026: Kontinuität und Innovation – Tradition in Zukunft führen
Am letzten Augustwochenende fand mit gewohnt profilierter Referenten-Besetzung der GfP-Kongress 2026 statt. Am Freitag vor dem Kongress führte die Gesellschaft ihre Mitgliederversammlung durch, auf deren Programm die Vorstandsneuwahlen standen. Der bisherige langjährige Vorsitzende Dr. Martin Pfeiffer, der sich gegen eine skandalöse politische Justiz in Österreich zur Wehr setzen muss, kündigte bereits im Vorfeld an, nicht mehr erneut zu kandidieren. Die Mitglieder wählten den u.a. als Buchautor im patriotischen Lager bekannten Sascha Roßmüller zum neuen Vorsitzenden, der erklärte, mit einer Mannschaft mit einigen neuen Gesichtern, einige neue Konzepte im Bereich der Vernetzung und Kooperation mit anderen publizistischen Organen umsetzen zu wollen. Dem siebenköpfigen Vorstand gehören nun drei bislang noch nicht dort vertretene Personen an, und auch auf den beiden Stellvertreterposten erfolgte neben dem langjährigen Vorstandsmitglied Margret Nickel eine Neubesetzung mit Robert Andres, dem Geschäftsführer des AUFGEWACHT-Magazins. Der scheidende langjährige Vorsitzende Dr. Martin Pfeiffer wurde zum GfP-Ehrenmitglied gekürt.
Der an den beiden darauffolgenden Tagen durchgeführte Kongress wurde bereits vom neugewählten Vorsitzenden moderiert. Bezugnehmend auf das diesjährige Kongressmotto „Die Welt im Ausnahmezustand! – Wohin treibt Deutschland?“ erklärte Roßmüller: „Dieser Ausnahmezustand zeigt sich nicht allein, aber maßgeblich im Krieg im Osten sowie auch im Nahen Osten – und in gewissem Sinne bürgerkriegsträchtiger Entwicklungen in Europas Städten, keinesfalls zuletzt durch Asylinvasoren als die Armeen der Neuzeit. Ein geopolitisches Eskalationsszenario ist aufgrund der Suspendierung der Diplomatie immer weniger auszuschließen. Die Wirtschaft nimmt infolge dieser – ich wage zu behaupten – vorsätzlichen Krisenkumulation Schaden, voraussichtlich sogar in einem Ausmaß wie es sich bislang noch gar nicht in seiner vollen Tragweite anzeigt.“ Auf den zweiten Teil des Kongressmottos führte er aus, dass Deutschland „treibe“, da nicht selbstbestimmt, und unter einer „linken Polit-Schickeria leide, deren anmaßende Selbstgefälligkeit mitnichten in Kompetenz begründet liegt, sondern in einer bilderstürmerischen Verhöhnung all dessen, was sie an früheren Errungenschaften nie zu erreichen in der Lage sein wird“.
Der Historiker Dr. Mario Kandil ging in seinem von unterhaltsamer, teils Kabarett-Qualitäten aufweisenden Rhetorik geprägten Vortrag darauf ein, wie eine sog. „Reeducation“ von Anfang an darauf ausgelegt war, die Deutschen sich so weit selbst zu entfremden, dass sie vielfach zu Advokaten der Selbstanklage wurden. Der Vortrag des Herausgebers der Publikation „Vergißmeinnicht“, Jürgen Hösl, zu dem Thema „Denk mal! & Pflege“ war in seiner Art ebenso kreativ wie der gewählte Arbeitstitel. Er referierte nicht allein, mit zahlreichen Bildern untermalt, über die von ihm organisierte ehrenamtliche Pflege von Soldatendenkmälern und Kriegsgräbern, sondern ging anhand von Produkten, die aus Deutschland entrissenen Gebieten stammten, darauf ein, alltagstaugliche „Denkmalpflege“ zu betreiben, indem beispielweise auf solche bei Geschenken und gesellschaftlichen Anlässen erläuternd zurückgegriffen wird. Er führte hierfür zahlreiche Beispiele an, wie das Danziger Goldwasser, die Pfefferkuchen-Spezialität Liegnitzer Bomber oder die Karlsbader Oblaten und dergleichen mehr. Melanie Dittmer, die schon unterschiedlichste Bühnen in ihrer Dissidenten-Karriere betrat und als Autorin für die Rubrik „Lebenswelten“ im AUFGEWACHT-Magazin für ihr Interesse an spezifischen Alltagskulturen bekannt ist, erläuterte ihre Erfahrungen zum Thema „Diskurs statt Abwehr – Wie Themen gesellschaftliche Akzeptanz erreichen“.
Dem ehemaligen Münchner Stadtrat Karl Richter gelang es mit seiner Rede „Untergang, Transformation, Neubeginn: Deutschlands neue Stunde Null“ im Publikum mehrfach lautstarken Applaus auszulösen, indem er mit routinierter Eloquenz Geist und Gefühl der Zuhörer durchgehend erreichte. Der an diesem Kongress für zwei Vorträge engagierte Andreas Thierry konnte, trotz fortgeschrittener Stunde, als letzter Redner des ersten Kongresstages dennoch die volle Aufmerksamkeit beanspruchen. Zum Thema „Hans Grimm – ein politischer Dichter“ hatte das GfP-Publikum unzweifelhaft einen besonderen Bezug, wurde doch der GfP-nahe, da von der langjährigen GfP-Geschäftsführerin Margret Nickel geführte Klosterhaus-Buchversand dereinst von dem berühmten nationalen Schriftsteller Hans Grimm gegründet. Hans Grimm ist nicht zuletzt für seinen vor 100 Jahren erschienen Roman „Volk ohne Raum“ und seine Verteidigungsschrift „Warum – woher – aber wohin?“ aus dem Jahr 1954 bekannt. In Zuge seines Vortrag wies Andreas Thierry überdies auf das 75-jährige Bestehen des Klosterhaus-Versandes hin. Damit endete der erste Kongresstag, indem er in einen gemeinschaftlichen Kameradschaftsabend inklusive Gesang einmündete.
Am Sonntagvormittag sorgte der Südtiroler Landtagsabgeordnete und ehemalige Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes, Jürgen Wirth Anderlan, für den unzweifelhaften Höhepunkt dieses Wochenendes. Dessen Auftritt war weit mehr als nur ein Vortrag über den hundertjährigen Kampf seiner deutschen Volksgruppe um Selbstbestimmung. Er vermochte es durch seine Art des Auftretens, sein Charisma, seine engagierte Rhetorik das Publikum zu immer neuer Begeisterung anzufachen. In ihm trat eine Kämpfernatur mit den Qualitäten eines Volkstribuns auf, der vor allem auch deutlich machte, dass ein jeder selbst Verantwortung für den Erhalt unserer Identität übernehmen müsse. Der GfP-Vorsitzende Roßmüller hielt nach Wirth Andelans Auftritt fest: „Hier wurde heute Authentizität neu und verbindlich definiert!“ Den Abschluss machte, der zum zweiten Mal an diesem Wochenende auftretende Andreas Thierry mit dem Vortrag zu einer gleichnamigen Schrift von ihm „Die Legion Condor und der Spanische Bürgerkrieg“. Nachdem sich der neue GfP-Vorsitzende Roßmüller mit einigen Schlussworten noch einmal kurz an die Anwesenden wandte, wobei er ins Gedächtnis rief, dass je mehr Deutschland medien- und informationspolitisch zu einem hofberichterstattenden Zensurregime mutierte, desto wichtiger eine „Gesellschaft für freie Publizistik“ sei, wurde der diesjährige Kongress mit dem gemeinschaftlichen Absingen aller drei Strophen des Deutschland-Liedes beschlossen.


