Alice Weidel pfercht bei Wehrpflicht vor

In der Schlussrunde bei ARD und ZDF zur Bundestagswahl rückte die Bundeswehr im Gegensatz zum bisherigen Wahlkampf in den Mittelpunkt der Diskussion. Zur Stärkung der Bundeswehr warb die AfD-Kanzlerkandidatin für eine zweijährige Wehrpflicht: Deutschland sei nicht mehr zur Landesverteidigung fähig; außerdem diene die Wehrpflicht auch der Identifikation der Bevölkerung mit ihrer Armee. Diese Position der AfD ist nicht neu. Bereits im Sommer 2018 sprach sich die AfD für eine Aufhebung der Aussetzung der Wehrpflicht aus und forderte in ihrem Parteiprogramm aus dem Jahr 2024, zum, Pflichtdienst für junge Männer zurückzukehren. Während die Union sich für eine schrittweise Wiedereinführung der Wehrpflicht einsetzt (ihr Generalsekretär Carsten Linnemann spricht sich für ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr aus), wolle die SPD weiterhin an einer Freiwilligenarmee festhalten, ebenso die die Grünen. Die FDP lehnt eine Wehrpflicht ab, will aber die Bundeswehr professioneller ausstatten. BSW und Linke lehnen ihrerseits ebenfalls eine Pflicht zum Wehrdienst kategorisch ab, mit der Begründung, dass für eine verteidigungsfähige Bundeswehr keine Wehrpflicht notwendig sei.

„Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande“

Augustinus