REALITÄTSVERWEIGERUNG ALS MASSSTAB ETABLIERTER BERICHTERSTATTUNG! – EIN KOMMENTAR DES GfP-VORSITZENDEN SASCHA A. ROSSMÜLLER
Am Beispiel der zu bildungspolitischen Protesten umgelogenen Gewalt-Eskalationen in Frankreich zeigt sich das Totalversagen der etablierten Leitmedien im deutschsprachigen Raum, und diese Diagnose ist sogar noch insofern euphemistisch, indem sie impliziert, dass zumindest kein Vorsatz dahintersteckt, den zu unterstellen bei genauerem Besehen der Akteure der medienpolitischen Agenda ausreichend Gründe vorlägen. Exemplarisch für die vorherrschende linksminderbemittelte Narrativ-Akrobatik ist ein Gespräch, welches DER STANDARD in einer Veröffentlichung vom 21. Oktober 2026 mit Katharina Fritsch von der Uni Wien, ihres Zeichens sogenannte „Protestforscherin“, führte.
Maximale Realitätsferne
In der darin zum Ausdruck kommenden indoktrinierten, von maximaler Realitätsferne geprägten Weltsicht begegnen wir einzig einem bildungspolitischen Anliegen, dessen Artikulation, dort, wo diese eruptive Züge annimmt, natürlich nichts mit Migration oder Linksextremismus zu tun habe. Und 3 mal 4 ist Donnerstag… Fest steht jedenfalls, dass einer Mitteilung des Präfekten des Départements Alpes-Maritime, Jean-Marie Girier, zufolge rund ein Drittel der bei den Krawallen in Nizza Festgenommenen keine französische Staatsbürgerschaft besitzen. Dass die französischen Geheimdienste Berichten zufolge eine Beteiligung der extremen Linken, darunter Antifa, an vorderster Front der Gewaltexzesse, zu denen es bei den landesweiten Unruhen kam, festgestellt haben, berührt die „Protestforscherin“ nicht. Ebenso wenig gehen die Haltungsjournalisten des Establishments dem investigativ nach. Es wird doziert, dass im Zuge einer Mobilisierung gegen Sparmaßnahmen Aufrufe linker Gruppen normal seien, doch ob es hierbei zu Gewaltaufrufen kam, dies konnte die „Protestforscherin“ offenbar nicht erforschen. Hierzu könne sie nichts sagen. Dafür weiß diese, ganz akademisch, dass die „extreme Linke ein Konstrukt sei, das zunächst einmal dekonstruiert gehörte“. Es handle sich hierbei um ein Feindbild des Staates, das mit dem Gewaltnarrativ in Verbindung gebracht werde. Nur dürften jedoch die Ladenbesitzer in Frankreich die zerstörerische Plünderung ihrer Geschäft weniger als ein Narrativ, sondern vielmehr als sehr real empfunden haben. Unwidersprochen lässt die „Protestforscherin“ sich in besagtem geistig unterirdischen Interview darüber aus, dass „die Politik den Protest auf Gewalt reduziere“ und nicht mehr über die Anliegen der Demonstrierenden redet. Dies wäre eine Depolitisierung. Vermutlich hält sie im Umkehrschluss gewaltsame Ladenplünderungen und Brandstiftungen für die hohe Kunst des politischen Diskurses.
Schuluniformen bei Louis Vitton
Die gewaltsame Antwort des Staates gegen die Protestbewegung der Generation Z sei hingegen berechtigter Anlass für eine gesamtgesellschaftliche Empörung. Man fragt sich, was die „Protestforscherin“ von Polizei und Feuerwehr erwartet, die mittlerweile mehr als 1000 Verletzte zu beklagen haben: Hätten diese vielleicht den Krawallhorden dabei behilflich sein sollen, ihre Schuluniformen bei Louis Vitton zu entwenden? Die „Protestforscherin“ Katharina Fritsch beklagt die „Versicherheitlichungslogik“, die repressiv gegen ein demokratisches Grundrecht auf politische Teilhabe vorginge. So hätte man im Falle friedlicher Proteste gegen das Corona-P(l)andemie-Regime argumentierten können, aber was hat bitte bürgerkriegsähnliches Krawallverhalten mit politischer Teilhabe zu tun? Damals hörte man nichts von der „Protestforscherin“. Bedauerlicherweise spielen Eskalationen dieser Art tatsächlich dem Überwachungs- und Repressionsregime letztendlich in die Hände, wodurch das Geschäft des politischen Establishments verrichtet wird. Die angebliche Polizeigewalt gegen Minderjährige sei eine neue Komponente. Das Niederbrennen historischer Rathäuser wohl gute demokratische Sitte?
Es brennen Rathäuser, nicht Moscheen
Laut „Protestforscherin“ Fritsch, die beklagt, dass seit 2015 Migration nur mehr als Sicherheitsthema verhandelt wird, und nicht mehr als ein Recht auf Asyl oder Aufenthalt, geht es in Frankreich um nichts weiter als „marginalisierte französische Jugendliche, die nicht der weißen Mehrheitsgesellschaft (existiert diese noch in Frankreich?) angehören, welche auf die Zustände in ihren Schulen aufmerksam gemacht haben“. Es müsse in der von Rassismen – der Singular reicht offenbar als Empörungsterminus nicht mehr aus – geprägten Gesellschaft mehr Geld in den Sozial und Gesundheitsbereich gesteckt werden, so ihr Lösungsansatz, jedoch OHNE mitzuteilen, durch Kürzung in welchen Etatbereichen besagte Finanzierung erfolgen solle. In der Tat sind rassistische Züge wahrzunehmen, allerdings hauptsächlich gegen die indigenen Europäer gerichtet; beispielsweise sieht man für eine vermeintlich von Rassismen geprägten Gesellschaft keine brennenden Moscheen. Die Ansteckungsgefahr, die von Frankreich ausgeht, ähnliche Szenarien ebenfalls in Deutschland auszulösen, darf nicht unterschätzt werden, und es ist auch hierzulande die politische Linke, die bereits mobilisiert – und wir wollen festhalten, KEINESWEGS das Gros deutscher Schüler. Man darf gespannt sein, welches Narrativ die Medien im Falle der ersten Ausschreitungen in Deutschland propagieren werden. Im Sinne der Informations- und Meinungspluralität sind wir gut beraten, der Hofberichterstattungsjournaille im deutschsprachigen Raum auf die Finger zu schauen. Aus diesem Grunde ist die Gesellschaft für freie Publizistik (GfP) wichtiger denn je – unterstützten Sie uns!


